Handle und Expose

Um Bücher bei Verlage einreichen zu können, muss ein sogenanntes Exposè erstellt werden. Was das genau ist und wie man es schreibt, erfuhr ich bei einer Recherche im Internet. Es soll die Handlung des Romans in Kurzfassung wiedergeben und so den Verlagen im Vorfeld lange Lesezeit ersparen. Um dem Verleger einen umfassenden Überblick zu ermöglichen, muss dabei auch der Schluss verraten werden. Manche Quellen im WWW meinten zudem, es würde nicht schaden, auch diesen eher funktionellen Text spannend zu gestalten. Schließlich soll der zukünftige Verleger Lust bekommen, auch mal eine paar Seiten des Manuskriptes in die Hand zu nehmen. Klingt logisch, nicht wahr?

Noch glaube ich zwar nicht, dass ich mein Buch je veröffentlichen werde, aber einige Literaturwettbewerbe, die zur Zeit stattfinden, haben mich dann doch gereizt, mein Glück (und mein Talent?) mal auf die Probe zu stellen. Dabei kam es zu mehreren Fassungen eines Exposès - ein bißchen ausgerichtet auf das, was jeweils gesucht wurde. Denn ein Buch hat immer viele Facetten. Betont habe ich jeweils diejenige, die zum Verlag passen könnte.

Erfahren habe ich bei meiner Internetsuche auch, dass es sogar noch eine kürzere Variante gibt, die den Namen 'Handle' trägt. Hier soll in einem einzigen Satz das Wesentliche des Buches beschrieben werden. Eigentlich kaum möglich, wie ich finde. Trotzdem versuchte ich es und war erstaunt, welche tieferen Einsichten in meinen eigenen Roman ich bei der Formulierung des Satzes gewann. Das Konzentrieren auf das Entscheidende hat mir sogar für das Weiterschreiben wichtige Handlungsrichtungen aufgezeigt.

Hier also nun ein Auschnitt aus einer der kurzen Zusammenfassungen:

Handle:
PsiTerra ist die neu entdeckte Gedankenwelt der Träumenden, in der sich die naive, schüchterne Celestine durch ihre besondere Gabe zur selbstbewussten, engagierten Entdeckerin entwickelt und damit zum Feind eines kriminellen Sex- und Drogenringes wird.

Expose:
Was wäre, wenn Träume auch aus anderen Gründen entstehen würden als nur zum Verarbeiten der eigenen Gedanken?

Celestine, eine schüchterne, unauffällige Bürokraft, erkennt bereits bei einer oberflächlichen Suche im Internet, dass manche ihrer Erlebnisse im Schlaf von anderen Menschen als ganz reale Ereignisse erfahren werden.

Auch für sie selbst haben die ständigen Träume Folgen, denn durch das wiederholte Zuspätkommen verliert sie ihren langjährigen Arbeitsplatz. Als sie in dieser Zeit der Umorientierung von Professor Steining gebeten wird, die verschwundene Freundin eines seiner Studenten in einer Art Paralllelwelt mit dem Namen PsiTerra zu suchen, beginnt sie, diese in blaue Nebel gehüllte Gedankenrealität, die sie unbewusst schon in vielen Nächten besucht hatte, langsam ernst zu nehmen.

In dieser Welt können sich Träumende ihre ganz eigene Realität schaffen. Sie verweilen dort solange es ihnen gefällt und gestalten sie nach ihren Wünschen. Die Naturgesetze in diesen Sphären ähneln denen der realen Welt, weisen jedoch Besonderheiten, aber auch Gefahren in Bezug auf Zeit und Materie auf.

In seiner eigenen PsiSphäre ist man in der Regel alleine, denn Interaktionen zwischen Träumenden sind selten. Celestine jedoch hat ein besonderes Talent. Sie kann mit ihrer Gedankenkraft von Sphäre zu Sphäre reisen. Als so genannter PsiScout kann sie die Traumwelten von Menschen aus der ganzen Welt finden und besuchen. Durch ihren einmaligen Besuch werden die Sphären untereinander mit einem Lichtband vernetzt, so dass auch andere Träumer über diese Lichtstraßen ihren Weg zu fremden PsiSphären finden können. Nach und nach entsteht in PsiTerra so ein Sphären-Netz, ähnlich den Verknüpfungen von Internetseiten im World Wide Web.

Durch Celestines Besuche in den verschiedenen Sphären wird eine kriminelle Organisation, die sich PsiTerra als Spielplatz für illegalen Sex- und Drogenbetrieb ausgesucht hat, auf den PsiScout aufmerksam.

Mehr? Weiter?

Sorry, aber das gibt es nur für einen Veleger, der Lust und die Mittel hat, um mein Buch zu veröffentlichen.... Und dann können auch Sie lesen, wie es weiter geht.


© 2008 C. Fischer
Das Copyright gilt besonders für
das Konzept des PsiTerra-Universums, das Logo und die hier skizzierte Story.




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